Wenn Reiten kein Technikproblem ist
Viele Reiterinnen merken irgendwann, dass sich etwas im Sattel nicht mehr stimmig anfühlt. Nach außen ist Erfahrung da. Wissen ist da. Technik ist da. Und trotzdem entstehen Situationen, in denen der Körper anders reagiert, als man es möchte. Anspannung taucht auf, obwohl man vorbereitet ist. Kontrolle übernimmt, obwohl man Verbindung sucht. Oder der Körper macht innerlich dicht, obwohl der Kopf genau weiß, was zu tun wäre. Natürlich gibt es im Reiten technische Themen. Haltung, Koordination, Sitzschulung und korrektes Training sind grundlegend und wichtig. Manches löst sich bereits, wenn Dinge klar gesehen, benannt und erklärt werden. Doch diese Arbeit setzt dort an, wo genau das bereits geschehen ist und sich trotzdem nichts verändert. Wenn dieselben Themen immer wieder auftauchen, obwohl sie verstanden sind. Wenn der Körper nicht folgt, obwohl der Kopf es weiß.

Was du bereits alles versucht hast
Viele versuchen dann, es noch besser zu machen. Präziser. Kontrollierter. Disziplinierter. Sie investieren Zeit, Geld und Energie und haben wirklich alles probiert:
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Reitunterricht, oft über Jahre hinweg
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neue Trainer, neue Methoden, neue Versprechen
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Sitzschulungen, Online-Kurse, Videofeedback
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Verbesserung der Technik und intensivere Trainingseinheiten
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optimierte Futterpläne und Haltungsformen
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ständig neues Equipment, doch nichts verändert sich wirklich
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Mentaltraining und Reit-Podcasts für mehr Klarheit
Und trotzdem bleibt etwas gleich. Ein unsichtbarer Knoten, der sich nicht lösen lässt. Nicht, weil etwas fehlt, sondern weil hier kein Technikthema wirkt. Reiten bringt innere Zustände unmittelbar an die Oberfläche. Der Sitz, die Körperspannung, die Atmung und die Verbindung zum Pferd zeigen oft sehr klar, was innerlich gerade wirkt. Auch dann, wenn man es selbst noch nicht benennen kann.

Worum es hier wirklich geht
Auf dieser Seite geht es nicht um Reitunterricht. Nicht um Technikschulung. Nicht um Leistungssteigerung und nicht darum, noch besser durchzuhalten oder sich weiter zu optimieren. Es geht um emotionale Blockaden, die sich im Reiten zeigen.
Das Problem ist nicht dein Sitz. Es ist die Geschichte, die dein Körper jeden Tag für dich weiterschreibt, ungefragt und ununterbrochen. Die Emotionen, die du über Jahre zurückgehalten hast. Die Gedanken, die dich festhalten, statt dich zu tragen. Es sind innere Muster, die einmal Schutz geboten haben und heute unbemerkt die Führung übernehmen. Dein Sitz ist dabei kein technisches Defizit, sondern der Ausdruck deiner Überlebensstrategie. Er zeigt dir, wo du dich selbst aus den Augen verloren hast. Wo Kontrolle übernimmt, weil Vertrauen innerlich nicht mehr verfügbar ist. Wo dein Nervensystem im Alarm bleibt und dein Körper reagiert, noch bevor der Verstand eingreifen kann. Gedanken kreisen, der Körper zieht sich zurück, Spannung entsteht. Nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil dein System gelernt hat, so zu funktionieren. Du hältst durch, obwohl innerlich längst etwas schreit.
Viele dieser Schutzmuster entstehen nicht zufällig. Sie zeigen sich besonders dort, wo Druck hoch ist. Auf dem Turnier. In Prüfungssituationen. Nach Stürzen oder Reitunfällen. In Momenten, in denen etwas schiefgegangen ist und der Körper gelernt hat, schneller zu reagieren als der Verstand. Versagensangst. Leistungsdruck. Die Angst, wieder die Kontrolle zu verlieren. Der Körper erinnert sich oft früher als der Kopf. Er spannt an, zieht sich zurück oder geht in Kontrolle, nicht weil Gefahr real ist, sondern weil sie einmal real war. Reiten bringt genau diese Erfahrungen zurück an die Oberfläche. Nicht um sie zu wiederholen, sondern um sie zu verstehen.
Was, wenn es keine Reitfehler sind, sondern emotionale Schutzmuster?
Viele Reiterinnen erleben diesen Zustand nicht nur im Sattel. Er zeigt sich auch im Alltag, in Beziehungen, im Beruf, in der Art, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Verantwortung getragen wird. Oft dort, wo eigene Bedürfnisse übergangen werden, um Kontrolle, Sicherheit oder Anerkennung zu bewahren. Reiten macht diese inneren Dynamiken sichtbar, weil man dem eigenen Körper nicht ausweichen kann. Im Sattel reagiert der Körper unmittelbar. Nicht auf Absichten oder Erklärungen, sondern auf innere Zustände. Wenn innere Anspannung, Unsicherheit oder alte Schutzmuster die Führung übernehmen, wird Kontrolle wichtiger als Spüren und Funktionieren ersetzt Verbindung. Der Körper reagiert schneller als der Verstand, nicht aus Schwäche, sondern aus Schutz. Das ist kein Fehler. Es ist ein Hinweis.
Reiten als Spiegel innerer Muster
Reiten konfrontiert uns mit uns selbst, nicht im Denken und nicht theoretisch, sondern unmittelbar im Körper. Der Sitz, die Körperspannung, die Atmung und die feinen Bewegungen machen sichtbar, was innerlich gerade wirkt. Das Pferd reagiert nicht auf Absichten oder Erklärungen, sondern auf innere Zustände. Auf Spannung oder Klarheit. Auf innere Präsenz oder innere Abwesenheit. Viele Reiterinnen erleben im Sattel genau diesen inneren Widerspruch. Sie wissen, was sie tun wollen. Sie haben Erfahrung, Wissen und Technik. Und dennoch reagiert der Körper anders als beabsichtigt. Er wird fest, kontrollierend oder verliert sich. Nicht, weil etwas falsch gemacht wird, sondern weil innere Muster wirksam sind, die einmal Sicherheit gegeben haben.
Schutzstrategien wie Kontrolle, Anpassung oder Durchhalten übernehmen unbemerkt die Führung, sobald innere Spannung entsteht. Reiten macht diese Muster sichtbar, weil man dem eigenen Körper nicht ausweichen kann. Im Sattel gibt es kein Überspielen und kein Verdrängen. Der Körper reagiert und das Pferd antwortet. Genau darin liegt die Ehrlichkeit des Reitens. Nicht als Bewertung und nicht als Fehlerdiagnose, sondern als Hinweis. Der Sitz zeigt, wo Verbindung unterbrochen ist und wo sie wieder entstehen kann.
Die Ehrlichkeit des Reitens

Nicht an Technik. Nicht an Verhalten. Nicht an Korrektur, sondern dort, wo das innere System auf Spannung geht. Ich arbeite emotionsfokussiert mit dem, was im Körper passiert, sobald Druck entsteht. Mit emotionalen Mustern, die über Jahre Sicherheit gegeben haben und heute unbewusst Kontrolle übernehmen. Im Zentrum stehen nicht Leistung oder Optimierung, sondern die Regulation innerer Spannung. Das Nervensystem darf aus Schutz in Verbindung kommen. Kontrolle darf sich lösen, ohne dass Sicherheit verloren geht. Das Reiten bleibt dabei präsent. Nicht als Trainingsfeld, sondern als Spiegel. Die eigentliche Veränderung entsteht über Emotionscoaching. Im Körper. Im Erleben. Und damit auch im Sattel.
Emotionscoaching online
Nicht jede Veränderung braucht einen Stall. Emotionscoaching kann auch im digitalen Raum stattfinden, gerade dann, wenn vor Ort kein geschützter Rahmen möglich ist. Online entsteht ein Raum, in dem innere Prozesse in Ruhe betrachtet werden können. Vertrauen, Klarheit und emotionale Selbstanbindung stehen im Mittelpunkt, unabhängig davon, wo du gerade bist.
Pferdegestütztes Emotionscoaching
Pferde reagieren unmittelbar auf innere Zustände. Diese Fähigkeit nutzen wir im pferdegestützten Emotionscoaching, um Selbstwahrnehmung und innere Klarheit zu vertiefen. Im Kontakt mit dem Pferd werden emotionale Spannungen sichtbar. Nicht um sie zu bewerten, sondern um sie bewusst wahrzunehmen. Daraus entsteht Veränderung, getragen, nicht erzwungen.
Für wen diese Arbeit gedacht ist
Diese Arbeit richtet sich an Reiterinnen mit Erfahrung, die merken, dass sich bestimmte Themen im Sattel immer wieder zeigen. Trotz Wissen, Training und Einsatz. An Reiterinnen, deren Körper anders reagiert, als sie es möchten. Die spüren, dass es nicht um Technik geht, sondern um etwas Tieferes. Sie ist für diejenigen, die bereit sind hinzusehen. Nicht um sich weiter zu optimieren, sondern um innere Muster zu verstehen und zu verändern. Nicht für schnelle Lösungen. Nicht für mehr Druck, sondern für echte Selbstanbindung. Im Reiten und darüber hinaus.

Wieso ich?
Mit Anfang zwanzig begann ich, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. In meiner ersten Selbstständigkeit führte ich ein Team von zehn Mitarbeiterinnen. Kurz darauf folgte eine weitere. Parallel dazu trug ich Verantwortung für zwei Pferde aus eigener Zucht und einen kleinen Stall. Entscheidungen, Organisation, Präsenz und dauerhaftes Funktionieren gehörten zum Alltag.
Diese dauerhafte Belastung und das ständige Funktionieren hinterließen Spuren. Emotional, mental und körperlich. Die Beziehung zu meinen Pferden litt darunter, und innerlich wurde es zunehmend leer. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Etwas Wesentliches ging verloren.
In dieser Phase begann ich, mich selbst ernsthaft in den Fokus zu stellen. Ich durchlief intensive Coachingprozesse, persönliche Entwicklungswege und absolvierte zahlreiche Ausbildungen. Schritt für Schritt kehrte Lebendigkeit zurück. Meine Pferde wurden in dieser Zeit zu ehrlichsten Spiegeln, zu meinen wichtigsten Lehrern und schließlich zu aufmerksamen Begleitern.
Heute verbinde ich diese eigenen Erfahrungen mit fundierten Ausbildungen und langjähriger Praxis. Meine Arbeit entsteht nicht aus Konzepten, sondern aus gelebter Erfahrung und einem tiefen Verständnis für innere Prozesse.

Qualifikation & reiterliche Karriere
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Mit 14 Jahren erster Turnierstart A & L
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Mit 16 Jahren erster Turnierstart S
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Landeskader der Junioren
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3. Platz BM 2003 – Junioren
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3. Platz BM 2005 – Junge Reiter
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Silbernes Abzeichen
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Berliner Meisterin 2014
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Seit 2019 lizenzierte DOSB-Trainerin
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Gründerin von EmotionRide®






